Internet-Sperren und die erfolgreichste Petition der Geschichte der Bundesrepublik

Die Petition: Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009 ist noch nicht ganz die erfolgreichste Petition der Geschichte. Sie hat allerdings in Rekordzeit die Hürde der 50000 Mitzeichner genommen. Sie wird daher in einer Sitzung des Petitionsausschusse behandelt werden müssen.

In verschiedenen Gesprächen habe ich festgestellt, dass trotz des großen Echos in der Netz- und Technik-affinen Welt viele noch nicht wissen was mit dem Provider-Vertrag passiert ist und was mit dem Gesetztesentwurf noch kommen soll. In diesen Gesprächen habe ich immer wieder zu Papier und Stift gegriffen, Bildchen gemalt und den Erklärbär gespielt. Um selbst Zeit zu sparen habe ich die Bilder zusammen mit erläuterndem Text in eine Präsentation gepackt, die ich hiermit allen, die das Thema weiter kommunizieren und erklären wollen, zur Verfügung stelle. Sie ist ein wenig im Stile der “Sendung mit der Maus” gehalten. Obwohl es 23 Seiten sind kann man die Seiten aber in 2 bis drei Minuten lesen – dann ist aber klar worum es hier geht:

Wie funktioniert das mit den Sperren? PDF Datei 1,2 MB, 23 Folien mit Bild und kurzen Erklärbär – Texten

Bildchen aus der Präsentation zum Thema wie das mit den Sperren funktioniert

ein Bildchen aus der Präsentation zum Thema wie das mit den Sperren funktioniert

Ich wünsche mir, dass die derzeit 50290 Zeichner für die oben genannte Petition nur der bescheidene Anfang sind. Ich wünsche mir, dass die Petition die erfolgreichste in der Geschichte der Bundesrepublik und ein Zeichen dafür wird, dass wir Bürger uns mehr um die Werte der Demokratie sorgen als manche der von uns beauftragten und bezahlten Politiker.

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18 Antworten auf Internet-Sperren und die erfolgreichste Petition der Geschichte der Bundesrepublik

  1. Sehr schön gemacht und anschaulich erklärt. Vielen Dank für die Mühe! Drei Verbesserungsvorschäge hätte ich aber für dich:

    Nach der letzten Folie fehlt ein Hinweis auf weitere Informationen, z.B. zeichnemit.de oder de-zensiert.de.

    Flüchtigkeitsfehler auf S. 20. Da steht: “Die ersten Wünsche [...] liegen schon.”

    Das “Entfernen des Servers aus dem Internet” (S. 12) würde ich so illustrieren, dass der Server zerstört wird o.ä. Trotz des an-die-Seite-rückens wirkt er immer noch erreichbar.

  2. aebby sagt:

    Hallo Martin, zuerst mal willkommen hier, danke für deinen Anregungen, sind bereits eingearbeitet.

  3. Eine wunderbare ‘Präsentation’, die das Ganze sehr übersichtlich und relativ sachlich erklärt.
    Die Unsinnigkeit der Stoppschilder wird klar gemacht.
    Es wird auch klar, dass das BKA scheinbar mehr Spaß daran hat vermeintliche Verdächtige zu jagen als einfach die betreffenden Seiten aus dem Netz zu nehmen und die Straftäter zu bestrafen.
    Schade.

  4. Eine andere gelungene Darstellung der Problematik findet sich hier.

  5. Pingback: Florian - Der Spitzohr aus München» Blog Archive » Ich bin auf Telepolis! Ich bin berühmt.

  6. Torsten sagt:

    Tolle Präsentation.

    Einen Punkt würde ich gerne ergänzen: dass Kinderpornos auf Webservern rumliegen ist der Ausnahmefall. Regelfall sind P2P, geschlossene Netzwerke, Chats. Wenn Du das noch einbauen könntest, wäre das prima.

  7. aebby sagt:

    @Marvin … hallo und danke.

    @Torsten … hallo und danke für die Anregung, ich habe einen Abschnitt eingefügt und etwas (diplomatisch)umformuliert.

  8. Florian sagt:

    Hallo,

    super Präsentation ;-) .

    Wie wahrscheinlich ist es, dass entsprechendes Material auf Servern liegt, auf dem auch normale Inhalte verfügbar sind? Normale Inhalte, die vielleicht sogar über Suchmaschinen gefunden werden können oder auch irgendwo verlinkt sind?

    Wenn ich heute ein Forum im Internet aufrufe, werden in den Signaturen der Nutzer sehr viele Grafiken von verschiedensten Servern geladen. Wenn jetzt ein dieser Server auf der Liste steht, bekommt mein Browser zwar das Schild zurückgeliefert, wird aber wohl nur ein rotes X zeigen, dass ein Bild nicht angezeigt werden kann.

    Schöne Grüße,
    Florian

  9. lightdot sagt:

    Klasse gemacht, Aebby, sehr verständlich erklärt.

  10. Jochen Kubik sagt:

    Hi Äbby, scheint als ob Deine Wünsche in Erfüllung gehen, der Bundestagserver pfeifft aus dem letzten Loch und die Mitzeicherzahl hat gleich die 59000 erreicht.

    Grüße
    JK

  11. aebby sagt:

    @Jochen … in der Tat … inzwischen über 60000 d.h. 10000 Zeichnungen an einem Tag – das ist gut.

    @lightdot … danke

    @Florian … hallo, Deine Präsentation hat aber auch was ;-) ich hatte schon überlegt die Bauklötze der Kinder wieder zu reaktivieren. Danke für die Verlinkung. Der Fall den Du da ansprichst ist interessant – die Registrierung beim BKA ist in dem Fall ohne jegliche wissentliche Aktion des Users dennoch erfolgt :-/ … ansonsten “live long and prosper” ;-)

  12. Pingback: futur 2 / von der sperrung des internets

  13. Margitta sagt:

    Habe gestern beim WDR in der Sendung “Lokalzeit”, eine Bericht zur Petition gesehen. Leider war der Zweck dieses Berichtes, die Mitzeichner zu diskriminieren.
    Wenn ich mir heute so den Stand der Petition so an sehe, glaube ich dies hat Wirkung gezeigt.
    Die Präsentation ist sehr gut und wichtig und ganz hervorragend zur Aufklärung.
    Herzlichen Dank dafür.

    Liebe Grüße
    Margitta Lamers

  14. aebby sagt:

    @Margitta … dann zuerst mal Hallo hier. Das lässt tief blicken wenn sich öffentlich rechtliches Fernsehen dazu versteigt in der demokratischen Meinungsbildung – nichts anderes ist eine Petition – eine einseitige Meinung zu beziehen.

  15. Margitta sagt:

    Hallo aebby, Hab doch irgendwie gewusst, dass ich Dir schon mal begegnet bin. Auf diesem Wege vielen Dank.

    Liebe Grüße
    Margitta Lamers

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  18. Pingback: Ich bin auf Telepolis! Ich bin berühmt. « Pirat Spitzohr

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